Kassenleistung · KJP

Gruppentherapie, weil man nicht allein ist.

Manchmal hilft die Erfahrung anderer am meisten. Eine Gruppe gibt Resonanz, die Einzeltherapie so nicht hat, und sie verkürzt nachweislich die Wartezeit, weil mehrere Plätze parallel laufen.

Lernen vom Gegenüber.
Was ist Gruppentherapie?

Lernen mit anderen, nicht nur über sich.

In meiner Praxis biete ich vier unterschiedliche Gruppen an:

  • Montags eine Grundschul- und eine junge-Erwachsenen-Gruppe
  • Dienstags eine Teenager-Gruppe
  • Donnerstags eine Vor-Teen-Gruppe

Der Ablauf ist ähnlich: Erst einmal lernen sich alle in Ruhe kennen. Dann erarbeiten wir gemeinsam die Grundlagen der Verhaltenstherapie. Im Einzeltherapie-Setting schauen wir, welche Themen auf keinen Fall in der Gruppe besprochen werden sollen.

Daneben hat die Gruppentherapie eine sehr praktische Wirkung: sie verkürzt die Wartezeit auf einen Therapieplatz, weil mehrere Plätze parallel laufen.

Wann passt eine Gruppe?

Situationen, in denen Gruppen besonders wirken.

Nicht jede Therapie braucht eine Gruppe, und nicht jede Person fühlt sich in einer Gruppe wohl. Es gibt aber Konstellationen, in denen sie der Einzelarbeit überlegen ist.

Soziale Unsicherheitwenn der Kontakt mit Gleichaltrigen das eigentliche Thema ist
Ähnliche LebenslagenTrennung der Eltern, Schulwechsel, Verlust
Wartezeit überbrückenparallele Plätze, kürzerer Weg zur Therapie
Übergang aus Einzeltherapiesanftes Ende, statt abruptem Abschluss
Emotionsregulationüben, wo Reaktionen anderer direkt erlebbar sind
"Ich bin nicht allein"der Effekt, der oft das Wichtigste ist

Ob eine Gruppe passt, klären wir vorab. Manchmal beginnt es mit Einzelterminen, und die Gruppe kommt später dazu. Manchmal ist es umgekehrt.

Wie läuft sie ab?

Drei Bausteine, die jede Gruppe trägt.

Eine Gruppe ist mehr als ein Treffen. Sie folgt einer Struktur, damit alle Teilnehmenden sich sicher fühlen und in ihrem eigenen Tempo arbeiten können.

Wie es zusammenfindet

  1. Vorgespräch und Probatorik

    Vor der ersten Sitzung gibt es einzelne Vorgespräche. Sie klären, ob das Thema, der Anlass und die Erwartungen zur Gruppe passen. Auch hier gilt: erst Diagnostik, dann Antrag bei der Kasse.

  2. Gemeinsame Sitzungen

    Die Gruppe trifft sich regelmäßig zu längeren Sitzungen. Übungen, Gespräche, Rollenspiele, Rückmeldungen. Was in der Gruppe besprochen wird, bleibt in der Gruppe.

  3. Einzelbegleitung möglich

    Parallel oder im Anschluss können Einzelsitzungen stattfinden, wenn etwas auftaucht, das individuell vertieft werden sollte. Die Gruppe ersetzt die Einzelarbeit nicht, sie ergänzt sie.

Häufig gefragt

Zwei Antworten, die oft fehlen.

Das, was vor der ersten Sitzung beschäftigt.

Muss ich vor anderen reden?

Niemand muss. Schweigen ist erlaubt, Zuhören ist Teil der Arbeit. In den ersten Sitzungen geht es vor allem darum, sich kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen.

Wie viel du teilst und wann, entscheidest du. Das gilt auch für sehr persönliche Themen.

Ist das auch ein gutes Ende?

Ja. Eine Gruppe kann eine sehr passende Art sein, eine Einzeltherapie langsam zu beenden. Statt von einer Woche auf die andere allein zu sein, gibt es noch ein Setting, in dem geübt und stabilisiert wird.

Der Abschied wird so leiser, der Übergang weniger abrupt.

Weitere Verfahren

Was sonst noch möglich ist.

Gruppen funktionieren gut allein, oft aber besser als Ergänzung zur Einzelarbeit. Alles als Kassenleistung abrechenbar.